Starke Deckung als Grundlage zum Sieg

(ben) Für eine faustdicke Überraschung sorgte die B-Mädchen-Mannschaft des VfB am 4. Spieltag. Bei der HSG Stemmer sprang am Ende ein hochverdienter 22:20-Sieg für den VfB heraus. Die Grundlage zu diesem Sieg wurde in der Abwehr gelegt, die zwischen einer 5:1 und einer 6:0 Deckung wechselte.

Der VfB startete ohne die etatmäßige Mittelfrau Sina Ebert, da diese unter leichten Magenproblemen litt. Für sie übernahm Katharina Stegkemper die Mitte und Nina Walter rückte zunächst auf Halbrechts. Trotz der ungewohnten Aufstellung gelang ein guter Start ins Spiel. Durch drei Tore von Steffi Clarus und eines von Nina Walter führte man schnell mit 2:4.

Stemmer drehte das Spiel aber zum 6:4 und Sina kam aufs Feld, und traf sogleich zum 6:5. Es entwickelte sich von nun an ein hart umkämpftes Spiel, auch weil der VfB seine Abwehr umstellte und mit einer kurzen Deckung von Katharina Stegkemper den Spielfluss aus dem Angriffspiel der Heimmannschaft nahm.

Nach einer Auszeit beim Stand von 10:7 für Stemmer sammelte die Mannschaft noch einmal ihre gesamte Konzentration und ließ den Angreiferinnen kaum noch Chancen zu. Wenn es doch einmal eine Wurfchance gab, stand Andrea Weitkamp im Kasten immer an der richtigen Stelle. So glichen Steffi und Sina mit einem Doppelpack zum 10:10 aus. Mit dem Halbzeitpfiff bekam der VfB noch einen direkten Freiwurf zugesprochen, den Sina mit einem tollen Wurf in die lange Ecke zum 11:10 Halbzeitstand für den VfB verwandelte.

In der zweiten Hälfte setzte sich die starke Leistung weiter fort. Stemmer konnte in den ersten Minuten nur per Siebenmeter treffen, so kompakt stand die Abwehr. An allen Ecken und Ende wurde sich gegenseitig geholfen und motiviert.

Obwohl Stemmer spielerisch überlegen war kamen sie kaum zu Torchancen. Beim 12:15 hatte der VfB dank dieser konzentrierten Deckungsarbeit erstmals einen Dreitorevorsprung herausgekämpft.

Nach einer Auszeit kamen die Gäste kurzzeitig noch einmal auf 19:20 heran, doch die von Benjamin Hennerkes genommene Auszeit auf der anderen Seite brachte wieder Ruhe ins Spiel und Steffi traf aus dem Rückraum zum 19:21. Allerdings war das immer noch keine Vorentscheidung, denn per Siebenmeter kam Stemmer zum Anschlusstreffer.

Im Gegenzug wurde Steffi Clarus gefoult und zum fälligen Siebenmeter trat Sina Ebert an, die jedoch am Pfosten scheiterte. Allerdings war das Glück endlich mal auf Seiten des VfB und der Abpraller kam direkt zu Nina Walter, die mit ihrem fünften Tor den alten Abstand wieder herstellte.

Ein weiter Siebenmeterpfiff kurz vor Schluss bot Stemmer die Chance zum erneuten Anschluss, doch der Siebenmeter ging neben das Tor. Die letzten Sekunden wurden geschickt runtergespielt. Nach dem Schlusspfiff war der Jubel riesengroß.

Eine klasse Leistung vom gesamten Team. Zu diesem Erfolg hat jeder etwas beigetragen. Es gab keine Ausfälle sondern es war eine konzentrierte Leistung von allen.

Sehr schön die 5 Tore von Nina Walter, die immer genau dann traf, wenn es eng wurde. Auch Andrea trat vor allem in den engen Spielphasen in Erscheinung und war ein straker Rückhalt für das Team.

So wurde die Führung, die man sich mit dem Schlusspfiff der ersten Hälfte geholt hatte, nicht mehr hergegeben.

Das war wirklich großer Sport! Hut ab!

Statistik:
Andrea Weitkamp (13/1 Paraden); Kerstin Weitkamp, Laura Penning, Steffi Clarus (10/2), Sina Ebert (6), Katharina Stegkemper, Nina Walter (5), Jessica Lohmeier, Julia Mehrhoff, Madleen Rieche (1)

Siebenmeter:
Stemmer 5/9 – Andrea hält einmal, zweimal vorbei, einmal Pfosten
VfB 2/3 Sina scheitert am Pfosten (Nina trifft im Nachwurf)

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