Mit 18:13 unterlagen die VfB-B-Mädchen im Lübbecker Wittekindgymnasium gegen den TuS Gehlenbeck. Diese Niederlage ist aber kein Beinbruch, denn aus diesem Spiel gab es viel Positives mitzunehmen. Dass der VfB nicht als Sieger vom Platz ging hatte zwei Gründe: Zum einen die (berechtigte) rote Karte gegen Nina Walter, zum anderen die Deckungsumstellung der Gäste.
Der VfB startete gut in die Partie. Das 1:0 der Gehlenbeckerinnen drehten Kirsten Winkler (7m), Sina Ebert und Anja Wiehe zum 1:3. Gehlenbeck hatte große Probleme mit der 5:1-Deckung des VfB. Katharina Stegkemper störte immer wieder den Spielfluss, so mussten Gehlenbeck mit Einzelaktionen versuchen zum Torerfolg zu kommen. Beim 3:3 war der Ausgleich wieder hergestellt. Doch mit einem Wurf aus dem Rückraum holte Sina Ebert die Führung zurück. Anja Wiehe, die erneut für die Gegenstöße verantwortlich war, erhöhte nach eigenem Ballgewinn sogar auf 3:5.
Sie selbst hatte auch die besten Chancen die Führung weiter auszubauen, jedoch hielt die gegnerische Torhüterin in dieser Phase ein paar freie Würfe, und Gehlenbeck kam erneut zum Ausgleich. Im Gegenzug traf Nina Walter vom Kreis. Beim 6:6 wurden die Seiten gewechselt.
Gehlenbeck reagiert und agierte von nun auch auch mit einer kurzen Deckung gegen Sina Ebert oder Lisa Stegkemper. Damit wusste der VfB nicht viel anzufangen, und ließ Gehlenbeck erstmals auf zwei Treffer davonziehen. Ein Hammer aus dem Rückraum von Kirsten Winkler, sowie ein verwandelter Abpraller von Sina Ebert hielten den VfB im Spiel.
Nach dem 9:8 ereignete sich die Schlüsselszene der Partie. Nina Walter erwischte eine durchbrechende Gegenspielerin am Hals. Logische Konsequenz rote Karte und Siebenmeter, der sicher verwandelt wurde.
Im Angriff fehlte nun die Anspielstation am Kreis. Zwar traf Kirsten Winkler nach einem Freiwurf zum 9:8, doch machte sich dann das Fehlen des gesamten Mittelblocks bemerkbar. (Jule Meerhoff weilte im Urlaub.) Immer wieder gab es nun Lücken, die die schnellen Gegenspielerinnen ausnutzten und warfen ein 13:9 heraus. Ein Aufgeben gab es aber nicht. Kerstin Weitkamp traf von Linksaußen, und hinten wehrte ihre Schwester Andrea den zweiten Siebenmeter ab.
Dennoch blieb Gehlenbeck nun tonangebend. Nach dem 15:10 hielten Katharina Stegkemper (7m) und Kirsten Winkler den VfB weiter im Spiel, aber das Spiel war entschieden. Das Spiel endete letzlich 18:13 nachdem auch die Alles-Oder-Nichts-Variante von Trainer Benjamin Hennerkes keine Änderung mehr brachte. Dennoch ist ein deutlicher Fortschritt zu erkennen gewesen- darauf lässt sich aufbauen.
Statistik:
Andrea Weitkamp (16/2 Par.), Alina Brune (n.e.); Kerstin Weitkamp (1), Katharina Stegkemper (1/1), Sina Ebert (3), Kirsten Winkler (5/1), Nina Walter (1), Anja Wiehe (2), Lisa Stegkemper, Laura Penning, Julia Gloede (n.e.)
Siebenmeter:
4/2 Andrea hält zweimal- 2/2
Zeitstrafen:
Kirsten Winkler (60.)
Disqualifikation: Nina Walter (35. Min)