Tiefpunkt erreicht

Die B-Mädchen des VfB präsentierten sich beim bisherigen Tabellenvorletzten aus Meißen nicht wie erhofft. Es gab eine defitige 10:18-Niederlage, die erstens nicht eingeplant war, und zweitens von der Art und Weise her nicht zu erklären ist.

Zwar fehlten mit Julia Meerhoff und Nina Walter die zwei zentralen Deckungsspielerinnen, doch auch ohne diese beiden hätte eine normale Leistung ausgereicht um diesen Gegner in die Schranken zu weisen. Am Ende kann man noch froh sein, dass Andrea Wwitkamp im VfB-Tor mal wieder einen ganz starken Tag erwischt hatte und neben 7 gehaltenen Siebenmetern auf insgesamt 31 Paraden kam.

Die ersten 10 Minuten blieb der VfB ohne eigenen Treffer.  Kirsten Winkler war zunächst die einzige Spielerin, von der Torgefahr ausging, aber auch ihre Würfe fanden den Weg ins Tor nicht. Auf der Gegenseite machte Meissen es besser, und das obwohl bereits in dieser Phase einige Würfe von Andrea Weitkamp gehalten werden konnten.

Die löchrige VfB-Abwehr in der auf seitliches Verschieben konsequent verzichtet wurde, war eine Einaldung für jede Gästespielerin. Lediglich die Deckungsspielerinnen auf Außen (Anja Wiehe und Laura Penning) überzeugten durch einige Ballgewinne. Einen solchen verwandelte Anja Wiehe auch zum ersten VfB-Treffer in der 10. Minute, das das 3:1 bedeutete.

Im Angriff blieb der VfB aber weiter ideenlos und spielte immer wieder viel zu nah an der Abwehr, anstatt mit Tempo aus dem Rückraum zu kommen, wie der eigentliche Plan es vorsah. So brauchte es niemanden verwundern, dass Meissen plötzlich eine 7:2-Führung vorlegte.

Nach einer Auszeit wurde Alina Brune für Sina Ebert an den Kreis beordert. Die sonstige Torfrau machte ihr erstes Spiel auf dem Feld und überraschte dabei alle mit einer guten Leistung. Kirsten Winkler traf eine Sekunde vor der Halbzeit zum 3:7-Pausenstand.

Katharina Stegkemper, die in der zweiten Halbzeit überzeugte gelang sofort aus dem Rückraum der Treffer zum 4:7. Doch nur bis zum 6:9 (Lisa Stegkemper per Siebenmeter) konnte dieser Dreitorerückstand gehalten werden. Danach kam Meißen immer wieder zu Siebenmetern, aus denen aber glücklicherweise kaum Kapital geschlagen werden konnte. Immer wieder wurden diese 1:1-Situation auf die Nahtstellen der rechten Seite der VfB-Abwehr gesucht und immer wieder gab es Siebenmeter sowie  drei Zeitstrafen gegen Kirsten Winkler (2) und Laura Penning.

Für das Torewerfen zeigte sich nur noch Katharina Stegkemper verantwortlich. Lediglich den letzten Treffer zum 10:18 steuerte Kirsten Winkler vom Siebenmeterpunkt bei.

An diesem Tag war niemand auf dem Spielfeld, der die Mannschaft aus der schwierigen Phase führen konnte, niemand der seine Nebenleute in der Deckung mitriss. Die positivsten Aspekte des Spiels waren die Erkenntnis mit Alina Brune eine Alternative auf dem Feld gefunden zu haben, dass Katharina Stegkemper ihr Formtief aus den ersten Saisonspielen endgültig verlassen hat, und dass man über eine überragende Torhüterin verfügt.

Statistik:
Andrea Weitkamp (31/7 !!!!!!!!!!!!!!! Par.); Alina Brune, Anja Wiehe (1), Katharina Stegkemper (4), Kirsten Winkler (4/1), Lisa Stegkemper (1/1), Kerstin Weitkamp, Sina Ebert, Laura Penning

Siebenmeter:
VfB 3/2- Lisa Stegkemper scheitert einmal- 11/4 Andrea Weitkamp hält 7 Siebenmeter

Zeitstrafen:
Kirsten Winkler (2), Laura Penning







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