Überraschender Punkt gegen Porta

Nach dem Tiefpunkt in Meissen und einer reinigenden Aussprache holten die VfB-B-Mädchen einen hochverdienten Punkt gegen die auf dem fünften Tabellenplatz liegende Mannschaft aus Porta. Wobei Mannschaft eindeutig der falsche Ausdruck für das Team aus Porta ist, denn 17 (!!!) der 19 Tore erzielte eine einzige Spielerin, die phasenweise sogar im Tor eingesetz wurde.
Im Gegensatz dazu verteilen sich die 19-VfB-Tore auf alle Positionen.

Nach genau 13 Sekunden netzte oben erwähnte Spielerin mit einem knallharten Wurf aus dem Rückraum zum ersten Mal ein, doch Katharina Stegkemper glich aus dem Rückraum aus. Nach dem erneuten Rückstand wurde ein Spielzug angesagt und erneut von Katharina erfolgreich abgeschlossen.

Mit zwei Treffern in Folge war dann die rechte Angriffsseite des VfB dran. Kirsten Winkler traf zweimal und sorgte damit für die erste VfB-Führung, doch die One-Woman-Show ging weiter und hielt Porta im Spiel. Obwohl Anja Wiehe diese Spielerin nun kurz nahm war sie nicht auszuschalten. Wenn es per Einzalaktion aus dem Spiel heraus nicht klappte drosch sie halt die Freiwürfe in die Winkel des VfB-Tores.

Allerdings hatte Andrea Weitkamp die Würfe aller anderen Porta-Akteure stets unter Kontrolle. In der ersten Hälfte traf lediglich noch die Kreisspielerin nach einem Pfostenwurf der ominösen "Nummer 5". Beim 6:7 lag Porta wieder vorne, doch Anja Wiehe und Kerstin Weitkamp schlossen einen Konter gemeinsam zum 7:7 ab.

Auch nach dem 9:7-Rückstand kämpfte sich der VfB wieder zurück ins Spiel und nutzte dazu selbst einen Einwurf um mit tollem Kombinationsspiel bedingslos mit Tempo nach vorne zu spielen. Immer wieder konnte Anja Wiehe sich freilaufen und die langen Pässe aus der Abwehr sicher verwandeln.

Mit einem überraschenden 10:10 ging es in die Kabine. Beim Wiederbetreten der Halle trauten die VfB-Trainer ihren Augen nicht. Die alles überragende Porta-Spielerin hatte sich das Torwarttrikot übergestreift. Man war ja auf vieles vorbereitet gewesen, aber auf das mit Sicherheit nicht.

Obwohl die "Nummer 5" auch im Tor eine starke Lesitung ablieferte und aus dem Positionsspiel nahezu jeden Ball entschärfen konnte legte der VfB eine Dreitoreführung vor. Zu Verdanken war dies erneut dem Tempohandball und der Harmlosigkeit der anderen Porta-Angreiferinnen, die sich gegen die gute VfB-Deckung nicht durchsetzen konnten.

Nach dem 11:14 musste der Portatrainer sein Experiment für gescheitert erklären, und beorderte seine "Toreversicherung" zurück auf das Feld. Diese sorgte dann über Einzelaktionen und Siebenmetertore für den sofortigen Ausgleich. Nach dem 15:15 kam die Zeit von Sina Ebert am Kreis, die dort Nina Walter hervorragend vertrat und alle ihre Chancen von dieser Position nutzte. Drei der letzten vier wichtigen Treffer gingen auf ihr Konto.

Beim Stand von 16:18 nach Sinas zweitem Treffer nahm Benjamin Hennerkes eine Auszeit. Leider verlor man im Angriff unglücklich den Ball und konnte hinten nur noch auf Kosten eines Siebenmeters klären, der zum 17:18 verwandelt wurde. Auch den Ausgleich musste man noch hinnehmen. Ein Pass von Julia Meerhoff auf Sina Ebert am Kreis bedeutete das 19:18, doch kurz vor Schluss erzielte Porta (natürlich durch die Nummer 5) das 19:19.

Zwanzig Sekunden bleiben noch um einen nicht unverdienten Sieg zu holen, doch dazu kam es nicht mehr. Dennoch zeigten die VfB-Mädels eine gelungene Vorstellung, in der es sehr wenige technische Fehler und Fehlpässe gab und die Anweisungen von der Bank (v. a. mutiges Tempospiel nach vorne) konsequent umgesetzt wurden. Zum Sieg fehlte nur ein wenig Glück, es gibt aber keinen Grund von einem Punktverlust zu sprechen. Es war ein überaus unerwarteter Punktgewinn und was noch wichtiger war, es stand eine Mannschaft auf dem Platz.

Zwei Spiele stehen vor der neuen Gruppeneinteilung noch auf dem Programm und mit ähnlich konzenztrierten Leistungen sollte man auch dort zumindest Chancen auf weitere Punkte haben.

Statistik:
Andrea Weitkamp (44/1 Par.); Laura Penning, Kerstin Weitkamp (1), Sina Ebert (3), Katharina Stegkemper (6), Kirsten Winkler (4), Anja Wiehe (5), Julia Meerhoff, Claire McBride, Julia Gloede, Madeline Schmidtcke, Jessica Lohmeier


Siebenmeter:
0/0 - 5/6 Andrea hält einmal








Anzeige

Anzeige