Durch einen gehaltenen Siebenmeter von Jörg Kirchhoff neun Sekunden vor der Schlusssirene ging der VfB Fabbenstedt als 23:24 Sieger als Sieger gegen den TuS Gehlenbeck hervor, der bis zur 50. Minute ständig in Front lag.
Trügerische Papierform- Gehlenbeck mit Breuer, Voss und Surberg
Von der Papierform her war der Favorit eindeutig der VfB, schließlich traf der verlustpunktfreie Spitzenreiter auf den punktlosen Tabellenletzten. Jedoch wartete der TuS aus Gehlenbeck aufgrund der großen Rivalität mit dem VfB gleich drei Routiniers im Rückraum auf, die ansonsten nicht in der dritten Mannschaft spielen. Diese drei sollten am Ende auch 17 der 23 TuS-Tore erzielen.
Zu Beginn waren es dann auch vor allem Voss und Breuer, die der VfB-Abwehr große Probleme bereiteten. Jeder der beiden erzielte zwei Treffer zur 4:0-Führung der Gastgeber. Auf der Gegenseite ließ der VfB mehrere gute Chancen ungenutzt. Kris Fisher brach in der 5. Spielminute den Bann und traf von Linksaußen.
Jedoch kam der VfB nur sehr mühsam wieder heran. Beim 7:5 verkürzte Andreas Steinkamp auf einen Zweitorerückstand- aber Gehlenbeck konnte sich durch Breuer und Surberg wieder auf 10:6 absetzen und ging mit einem 13:10 in die Pause.
Dreitore-Rückstand zur Pause
Trotz des Dreitorerückstands zur Pause herrschte in der VfB-Kabine Zuversicht und Entschlossenheit das Spiel noch drehen zu können. Doch bis zur 42. Minute legte Gehlenbeck immer einen Treffer vor, worauf der VfB jeweils mit einem Gegentreffer antwortete.
Nach dem 18:14 für Gehlenbeck begann dann die Phase, in der der VfB erfolgreich begann die Trefferdifferenz zu minimieren:
Die Kolwes-zwillinge und Torsten Hartmann erzielten innerhalb von 120 Sekunden den Anschluss zum 18:17. Beim 19:19 durch Uli Kolwes war das erste Mal der Ausgleich hergestellt.
Erste VfB Führung in Minute 53
Uwe Kolwes war es dann vorbehalten den VfB in der 53. Minute erstmals in Front zu bringen, und sorgte damit für einen Riesenjubel auf der Bank. Noch gab sich der TuS aber nicht geschlagen und glich postwendend von Rechtsaußen aus. Kris Fisher holte die Führung zurück und Surberg ließ das 22:22 folgen.
Andreas Steinkamp erzielte das 22:23. Peter Döding parierte einen Gewaltwurf von Thomas Breuer und Uwe Kolwes verwandelte den Gegenstoß zum 22:24.
Etwas zu schnell gelang Gehlenbeck durch Breuer der Anschluss und im Angriff wurde der VfB wegen Zeitspiels zum Wurf aus ungünstiger Position gezwungen. Allerdings hätte sich Gehlenbeck hier nicht über einen Siebenmeterpfiff beschweren dürfen. Dieser blieb aber aus und die Hausherren hatten die Chance zum Ausgleich, denn auf der Gegenseite gab es neun Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter.
Jörg Kirchhoff wird zum Matchwinner
Jörg Kirchhoff ging in das VfB-Tor. Sein Gegenüber war Voss. Dessen Wurf konnte Jörg Kirchhoff parieren, und der Ball trudelte ins Toraus. Damit war die Partie entschieden und erfolgreich gedreht. Am nächsten Wochenende wird Gehlenbeck dann wieder mit seiner normalen Mannschaft antreten und vermutlich nicht viel zu bestellen haben. Der VfB, der noch auf dem Spielfeld mit dem Feiern begann trifft am Samstag im absoluten Spitzenspiel auf den ärgsten Verfolger aus Porta.
Statistik:
Kirchhoff (4/1 Par.), Döding (11/1 Par.); Uli Kolwes (2), Uwe Kolwes (7), Hartmann (3), Büscher (1), Fisher (6), Hennerkes, Heider, Steinkamp (4/2), Parau (1/1), Aspelmeier
Strafminuten:
VfB 6: Heider, Fisher, Hartmann
Siebenmeter:
Gehlenbeck- 3/5 Breuer scheitert an Döding, Voss an Kirchhoff
VfB- 3/5 Parau und Steinkamp scheitern-