Trotz einer unterdurchschnittlichen Angriffsleistung reichte es für die 1. Herren des VfB Fabbenstedt zu einem 13:10-Sieg gegen die Gäste aus Porta. Mit Ausnahme von den Torhüterleistungen, gab es an diesem Abend in der Rundturnhalle allerdings nur Handballmagerkost zu sehen.
Andreas Steinkamp fasste es aber passend zusammen: "Wir sind Erster, und führen die Tabelle an", hielt er den nicht gerade begeisterten Zuschauern zu Recht entgegen. Auch Trainer Dirk Parau stieß in das selbe Horn: "Diese Spiele muss man gewinnen!"
Bereits zu Beginn der Partie war abzusehen, dass die Torhüter eine entscheidende Rolle spielen sollten. Noch bevor Uwe Kolwes in der 3. Minute das 1:0 erzielen konnte hatten Jörg Kirchhoff und sein Portaner Gegenüber bereits mehrere Paraden auf ihren Konten.
Besonders der Fabbensteder Torhüter war zunächst aus dem Feld nicht zu überwinden. Allerdings konnten diese Ballgewinne nicht wie gewohnt in Tempogegenstöße und einfache Tore umgewandelt werden. Mal kamen die Pässe nicht an, mal pfiffen die unsicher leitenden Schiedsrichter dazwischen. Zudem zeigten die Portaner ein starkes Rückzugsverhalten.
Im Positionsangriff ging auf beiden Seiten so gut wie nichts, denn vor den starken Torhütern agierten zudem zwei starke Abwehrformationen. Die 5:1-Deckung der Portaner (zumeist vorgezogen gegen Rainer Vullriede) schmeckte dem VfB-Angriff gar nicht, und auf der Gegenseite ließ die 6:0-Deckung nur wenig Räume für die Gäste.
So hatte die gesamte (!!!) 1. Hälfte folgendes Muster: Führung VfB - Ausgleich Porta. Allerdings mit teilweise langen Pausen zwischen den Treffern. Beim 7:6 wurden die Seiten gewechselt.
Wer dachte die erste Hälfte wäre schlimm, der sollte eines besseren belehrt werden, denn in den ersten 15 Minuten blieb es beim Halbzeitstand. Im Mittepunkt wieder die beiden Torhüter, die selbst klarste Chancen zunichte machten. In der 45. Minute glich Porta dann zum 7:7 aus, und legte nach einem Fabbenstedter Fehlpass und folgendem Gegenstoß sogleich den Führungstreffer nach.
In einer Überzahl-Situation kam dann der VfB durch Martin Heider in der 48. Minute (!!!) zu seinem ersten Tor in der zweiten Hälfte.
Drei Minuten später die wohl entscheidende Szene des Spiels. Nach einer Kirchhoff-Parade und einem langen Pass auf Uwe Kolwes stürmte der Torhüter der Portaner aus dem Tor um den Ball abzufangen. ER verschätze sich aber, und traf lediglich den Fabbensteder Angreifer. Der Ball kam irgendwie zu Rainer Vullriede und der traf ins verwaiste Tor.
Gespannt wartete man auf die Schiedsrichterentscheidung. Sie gaben das Tor zum 10:8. Aber gaben sie auch folgerichtig rot? Nein, sie beließen es bei einer Zeitstrafe. Für die nächsten zwei Minuten muste also ein Portaner Feldspieler in das Tor. Uwe Kolwes bekam wegen Meckerns auch eine Zeitstrafe.
Porta versuchte nun die Zeit runterzuspielen. Dennoch verloren sie den Ball, aber in der vorwärtsbewegung erlaubten sich die Fabbensteder zwei Ballverluste in Folge. Nach dem dritten Ballgewinn tarf dann endlich Rainer Vullriede zum 10:8. Im Nachhinein war das die entscheidende Phase des Spiels.
Zwar konnte Porta einen Abpraller nach einem geblockten Ball noch einmal verkürze, doch Daniel Büscher und Uwe Kolwes sorgten für eine für dieses Spiel komfortable 12:9-Führung.
In Überzahl erhöhte dann Daniel Büscher von gaaaanz weit Außen (war der wirklich drin?) sogar zum 13:9.
Das 13:10 am Ende war nur noch Kosmetik.
Am Sonntag steht dann das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Lahde/Quetzen III an. Es wäre hilfreich bei dem Spiel eine etwas bessere Chancenverwertung zu haben. Auf die Deckung und den überragenden Torhüter Jörg Kirchhoff (27 Paraden das sind 72% gehaltener Bälle) ist immer Verlass.
Statistik:
Jörg Kirchhoff (27. Par.), Peter Döding (n.e.); Frank Aspelmeier (n.e.), Dirk Parau (1), Andreas Steinkamp, Torsten Hartmann, Uli Kolwes, Uwe Kolwes (4), Martin Heider (2), Dirk Rabenort, Daniel Büscher (2), Rainer Vullriede (4/2)