Vor den Augen von rund 50 Zuschauern in der Rundturnhalle, darunter auch die beiden Vereinsvorsitzenden Walter Riechmann und Herbert Zahnhausen, entschied der VfB das Derby gegen den HV Espelkamp souverän mit 18:14 für sich. Die Mannschaft von Dirk Parau grüßt damit zumindest bis zum Wochenende als Spitzenreiter der 1. Kreisklasse.
Der VfB ging trotz der Ausfälle von Torsten Hartmann, Kris Fisher und Frank Aspelmeier hochmotiviert in die Partie. Rainer Vullriede erzielte mit einem Siebenmeter sofort das 1:0, ehe dann minutenlang auf beiden Seiten reihenweise Chancen verworfen wurden. Erneut Vullriede erhöhte aus dem Rückraum zum 2:0, worauf Espelkamp über die schnelle Mitte zum 2:1 verkürzen konnte. Aus dem Positionsangriff ging aber nicht viel beim HVE. Immer wieder hatten die VfB-Deckungsspieler eine Hand am Ball und nutzen die daraus resultierenden Chancen um bis auf 7:1 davonzuziehen.
Auch eine Auszeit des HVE sowie Versuche von Außen ins Spiel einzugreifen änderte nichts am Spielstand. Lediglich das Spiel über den Kreis verhinderten die Espelkämper nun besser. Selbst in doppelter Unterzahl (es sollte nicht das letzte Unterzahlspiel bleiben) gelang den Gästen kein Treffer; im Gegenteil: der VfB entschied diese Situation mit 2:0 für sich. Einzig der Espelkamper Halbrechte sorgte mit Hüftwürfen für Gefahr und verkürzte im Alleingang von 10:4 auf 10:7. Doch nach einer Auszeit von Bernd Kortluecke bekam der VfB das Spiel schnell wieder in den Griff und ging mit einem erstmal beruhigenden 12:7 in die Kabine.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Mit einem Treffer von Rainer Vullriede. Was dann folgte war eine "kostenlose Trainingseinheit" im Unterzahlspiel. Bis auf Uli Kolwes und Daniel Büscher erwischte es jeden VfB-Feldspieler mindestens einmal. Unverhältnismäßig wenige Zeitstrafen gab es dagegen auf der Gegenseite. Ein Strafminutenverhältnis von 18:4 entsprach auf jeden Fall nicht dem Spielverlauf. Im immer hitziger werdenden Derby lag eine rote Karte in der Luft- dazu kam es dann aber nicht.
Trotz der nahezu permanenten Unterzahl stand die VfB-Deckung sehr sicher, und auch Jörg Kirchhoff im Tor konnte sich immer häufiger auszeichnen. Im Angriff bemühte sich Andreas Steinkamp Ruhe in die Angriffe zu bringen, was nicht immer gelang.
Als der HVE Rainer Vullriede mit einer kurzen Deckung aus dem Spiel nahm geriet das VfB-Angriffsspiel etwas ins stocken. Das lag allerdings auch wieder einmal an mehreren Zeitstrafen. (Benjamin Hennerkes, Martin Heider, Dirk Parau, Uwe Kolwes). Der HVE verkürzte drei Minuten vor dem Ende auf 17:13. Eine Einzelaktion von Andreas Steinkamp sorgte dann aber für die endgültige Entscheidung und für großen Jubel auf der spärlich besetzten VfB-Bank.
Derbysieger, Stadtmeister und Tabellenführer! VfB Fabbenstedt
Die klar bessere Mannschaft hat gewonnen. Berücksichtigt man die Personalnot und das Zeitstrafenverhältnis, so ist dieses Ergebnis gar nicht hoch genug zu bewerten. Der HVE befindet sich in einer sehr schwierigen Situation und hat in dieser Verfassung nichts mit den oberen Plätzen in der Klasse zu tun.
Statistik:
Peter Döding (11 Par.) Jörg Kirchhoff (10/1 Par.); Rainer Vullriede (4/1), Uli Kolwes (4), Uwe Kolwes (4), Daniel Büscher (1), Benjamin Hennerkes, Martin Heider (1), Andreas Steinkamp (4), Dirk Parau
Siebenmeter:
VfB: 4/2 Vullriede und Parau scheitern- 5/3 Kirchhoff hält, Rump drüber
Strafminuten:
VfB:18 (!!) - HVE: 4
VfB: Vullriede (2), Parau (2), Uwe Kolwes (2), Hennerkes, Heider, Steinkamp