Und täglich grüßt das Murmeltier. Wie eine Woche zuvor in Petershagen konnte der VfB auch gegen die keinesfalls übermächtige Mannschaft aus Wehe nur die erste Hälfte mithalten und war die bessere Mannschaft. Danach folgte dann ein unerklärlicher Einbruch, den die Gäste aus Wehe zu einem Zwischenspurt nutzten und am Ende deutlich mit 10:17 siegten.
Doreena Kasberger sorgte aus dem Rückraum für das 1:0. Fünf Minuten lang passierte gar nichts, wenn man davon absieht, dass sowohl Sandra Lohmeier im VfB-Tor als auch ihre Gegenüber sich mehrfach in Szene setzen konnten. Als das junge Schiedsrichtergespann in der neunten Minute auf Siebenmeter entschieden hatte, war aber auch Sandra Lohmeier machtlos und musste den Ball zum 1:1 aus dem Netz holen.
Ein verwandelter Gegenstoß von Doreena Kasberger bedahtete das 2:1. Auch den Treffer zum 3:2 markierte die Rückraumspielerin.
Birgit Rabenort, die ihr erstes Spiel für den VfB machte, traf gleich mit ihrem ersten Torwurf zum 4:2 und Susi Niedringhaus erhöhte gar auf 5:2.
Es folgte Debüt Nummer zwei. B-Mädchen Nina Walter kam zum ersten Mal per Doppelspielrecht bei den Frauen zum Einsatz. Im rechten Rückraum musste sie zunächst ihre Nervösität ablegen, und kassierte bald darauf eine Zeitstrafe.
Wehe knabberte nun langsam den Dreitorevorsprung ab, und konnte in der Überzahl zum 5:5 ausgleichen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Der VfB hätte durchaus mit einer Führung in Kabine gehen können, jedoch haperte es an der Chancenauswertung.
An dieser Stelle ein besonderer Gruß an Anke Gornik, den zurzeit treuesten Fan der zweiten Mannschaft. Auf das aktive Spielen verzichtet sie zurzeit, unterstüzt die Damen aber moralisch von der Bank aus. (So nun bist du auch endlich einmal erwähnt worden)
Dem VfB gelang es kurz nach der Pause in Führung zu gehen. Doreena Kasberger und Sina Ebert trafen zum 7:5. Allerdings stand die Deckung nun nicht mehr so gut, und Wehe kam zum Ausgleich. Zwei weitere leichte Ballverluste innerhalb weniger Sekunden im Angriff brachten Wehe dann mit 7:9 in Front. Nun drohte das Spiel zu kippen und das tat es auch. Die VfB-Damen wirkten wie geschockt und ließen die Köpfe hängen. Die Folge: das 7:10.
Nina Walter, die nun am Kreis spielte, und sich dort sichtlich wohler fühlte, holte einen Siebenmeter raus, den Susi Niedringhaus souverän und sicher verwandelte. Nina Walter traf zum 9:10, und der VfB war wieder dran.
In Überzahl (Nina Walter bekam 2 Minuten) setzte Wehe sich dann auf 9:12 ab, und erhöhte im weiteren Verlauf auf 9:15. Der letzte Treffer von Doreena Kasberger war lediglich Ergebniskosmetik. Wenn der Mannschaft mal zwei ordentliche Halbzeiten gelingen würden, wären solche Gegner wie zuletzt Petershagen und Wehe durchaus schlagbar gewesen.
Statistik:
Sandra Lohmeier (18/1 Par.); Doreena Kasberger (5/1), Birgit Rabenort (1), Susi Niedringhaus (2/1), Sina Ebert (1), Nina Walter (1), Sonja Schindler, Svenja Rohde, Caro Hussmann, Daniela Pott, Johanna Dyck, Sunny Rose, Sylvia Niemjetz