(ben) Eine verspätete Saisonabschlussfahrt führten die Handball-Jugend-Mannschaften am vergangenen Wochenende durch. Die B-Mädchen, D-Mädchen und die Mannschaft der E-Jugend bestritten eine Drachenbootfahrt über die Weser von Vlotho nach Minden.
Nachdem der Bootsanleger in Vlotho endlich gefunden war, bekamen alle Teilnehmer modische Schwimmwesten angelegt. Danach wurde auch jeder mit einem Paddel versorgt.
Bevor es Ernst wurde, wurde noch an Land eine kurze Trockenübung gemacht und die wichtigsten Verhaltensweisen erläutert. „Außen sitzen! Nicht aufstehen! Nicht aus dem Boot lehnen! Auf den Takt achten“.
Auch die Kommandos „Paddel vor, Paddel zurück, Paddel halt“ wurden kurz geprobt. Anschließend mussten die beiden schweren Boote zu Wasser gelassen werden, wobei alle kräftig mit anpackten. Über einen wackeligen Steg wurden die Boote in die Weser gelassen. Anschließend betrat einer nach dem anderen seinen zugewiesenen Platz im Boot.
Recht schnell hatte man den Dreh raus, und überraschend gut setzte man sich in Bewegung. Doch bereits nach wenigen Metern wurde klar (zumindest denjenigen die ernsthaft Paddeln wollten), dass die 21 Kilometer bis nach Minden neben viel Vergnügen auch ein wenig Mühe bereiten würden.
Nach ein paar Kilometern wusste jeder über die Paddelqualitäten seines Vordermannes bescheid. Einfaches Indiz war die Trockenheit der eigenen Kleidung. War sie relativ trocken konnte man dem Vordermann schon ein wenig Talent zuschreiben. Dennoch hatten sehr viele doch eher durchnässte Kleidung vorzuweisen.
Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch. Während der Fahrt wurde auch das Paddeln „mit Klick“ „Doppelklick“ und „Fünffachklick“ geübt. Ein Boot meinte auch seine Kraft für Seefahrtslieder zu opfern. Im anderen Boot sparte man sich das. Wahrscheinlich zum Wohle aller Mitfahrer.
Nach der Hälfte der Strecke verloren einige Paddeler etwas Motivation, was besonders in einem Boot zu merken war. Meistgesprochener Satz auf diesem Boot war wohl: „Bank fünf darf auch mitrudern.“, was einige andere Mitinsassen zur Weißglut führte, da die Mehrarbeit die verrichtet werden musste deutlich zu spüren war.
Nichtsdestotrotz erreichte man nach gut zweieinhalb Stunden den Zielpunkt in Minden, wo nach dem Bootsputz ein kleiner Imbiss auf dem Programm stand. Da klang der anstrengende Nachmittag gemütlich aus.
Was bleibt sind neben viel Spaß, Muskelkater in einem Arm und eine Blase an der Hand, die sehr viele Mitruderer aufzuweisen hatten.
Danke an die Eltern, die sich als Fahrer zur Verfügung gestellt haben, den Drachenbootverein, Tina Clarus, die als Betreuerin einsprang und den Wettergott für die sommerlichen Temperaturen und Uli Kolwes für die Fotos.
Einige Impressionen gibt es hier.