(ben) Pünktlich um 9 Uhr versammelte sich die D-Mädchen-Mannschaft des VfB am Sportplatz des VfB. Zumindest war das so geplant. Denn nicht die Mannschaft versammelte sich, sondern lediglich fünf unerschrockene Spielerinnen, die es damit verdient haben an dieser Stelle erwähnt zu werden: Kirsten, Kristin, Laura, Anja und Jacqueline.
Die Begeisterung über die Zahl der Teilnehmer bei den Trainern Benjamin und Tatjana hielt sich in Grenzen. Ein Abbruch der Aktion kam aber nicht in Frage, schließlich hatte die Vorbereitung des Tages viel Zeit und Mühe in Anspruch genommen, und außerdem wollte man die „Fünf Aufrechten“ nun nicht nach Hause schicken, damit diese nicht umsonst zu einer so unchristlichen Uhrzeit aufgestanden sind.
Programmpunkt Nummer eins war eine kurze Radtour zum Auesee. Dort wurden die Räder abgestellt, um zum Warmwerden eine kleine Runde um den See zu laufen. Die Temperaturen waren um diese Zeit noch recht angenehm, und ohne größere Probleme absolvierten alle die Runde in ihrem Tempo. Wie immer waren die Laufwunder Anja und Jacqueline ganz vorne mit dabei. Nach einem kurzen Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes wurde die selbe Strecke noch einmal bewältigt, allerdings dieses mal etwas weniger anstrengend mit dem Fahrrad. Der frische Fahrtwind war dabei sehr angenehm und wenig später kamen alle wieder beim Sportplatz an.
Anschließend gab es zur Freude der Mädchen Balltraining. Wurf- und Fangtraining stand bei den immer weiter steigenden Temperaturen auf dem Programm. Danach ein kleines Spiel 3 gegen 3 auf kleine Tore, bevor zwei kleine Torwandturniere veranstaltet wurden bei dem sich im ersten Durchgang Kirsten (im Finale gegen Jacqueline) und im zweiten Anja (im Finale gegen Benjamin) durchsetzen konnten.
Nun folgte eine kleine oder große Abkühlung. Wie viel Freude 10 bis 12-jährige Mädchen mit ein paar Eimern kaltem Wasser haben können wurde schnell klar. Benjamins Entscheidung sich zunächst nicht umzuziehen erwies sich als folgenschwerer Fehler, und so war er nach wenigen Momenten klitschnass aber auch abgekühlt. Aber auch alle anderen wurden mindestens einmal Opfer der Wassereimer.
In der Zeit der schlimmsten Hitze kam die Mittagspause sehr gelegen. Die bestellte Pizza, war zwar nicht unbedingt das ideale Trainingslager-Essen aber geschmeckt hat sie trotzdem. Mit dem aktiven Programm war nun erstmal Pause. Nach ein bisschen Regelkunde (besonders für die Anfänger) ging es dann in eine lang ersehnte Pause. Weil sich dankeswerter Weise aber ein paar Wölkchen vor die Sonne schoben, wurde diese etwas verkürzt um die kühleren Temperaturen auszunutzen.
Das Nachmittagsprogramm stand eigentlich unter dem Motto „Teambildung“, was sich aufgrund der Teilnehmerzahl allerdings als schwierig herausstellte. Die anwesenden Fünf plus Zwei sind aber dennoch durch die Übungen zusammengewachsen. Zuerst gab es den sogenannten „Sprung des Vertrauens“. Alle sieben Anwesenden ließen sich rückwärts von einem Stein in die Arme der jeweils sechs anderen Fallen, anschließend wurde man in Zweiergruppen „blind“ durch einen Parcours (Spielplatz) geführt. Hiernach wurde es dann wieder ein wenig anstrengender, denn als nächster Punkt standen ein paar Kraftübungen auf dem Programm.
Auf Drängen der Mädchen wurden dann doch noch mal die Bälle rausgeholt (Fleiß soll ja auch belohnt werden) und ein weiteres Spiel auf die Minitore angeschlossen, bevor Anja zum neuen Kapitän der Mannschaft gewählt wurde. Zudem bekam auch das Maskottchen einen Namen. Der Bär den Katharina und Laura der Mannschaft zum Abschied schenkten heißt ab sofort „Bruno“ und wird in Zukunft im Tor von Alina liegen.
Bei der folgenden Schatzsuche mussten sieben zerstückelte Teile eines Lösungswortes auf dem Gelände des Sportplatzes gesucht werden. Zum Erschrecken der Trainer wurde das erste Teil bereits 10 Sekunden nach Freigabe der Suche gefunden. Auch fünf weitere Teile wurden viel schneller gefunden als erwartet, nur das verflixte siebte Puzzlestück wollte einfach nicht gefunden werden. Obwohl gleich drei Mädchen schon direkt daneben gestanden hatten. Schließlich wurde es aber doch noch gefunden. Das Lösungswort „Trainingstag 2006“ wurde schnell entschlüsselt und eine leckere Belohnung wurde versprochen. Da es sich mit vollem Bauch aber nicht so gut läuft musste diese noch ein wenig warten.
Der allseits beliebte Coopertest um den Sportplatz wurde schnell ins Programm geschoben, und auch hier gab es keine Überraschungen. Die beiden Laufwunder waren mit sieben und sechs Runden wieder einmal nicht zu schlagen. Auch die anschließenden Schnellkraftübungen rutschen noch spontan ins Programm. Die Zeit, die Lust der Mädchen und die Witterung machten es möglich.
Das abschließende „Inselspiel“ war noch mal für den Teamgeist gedacht, denn in dem Spiel ging es darum als Gruppe ein Ziel zu erreichen, was auch gelang. Nun stand nur noch der Genuss der Belohnung bevor. Trotz aller sportlichen Aktivität schmeckten die von Tatjana gebackenen Muffins noch sehr gut. Damit war das Trainingslager eine Stunde früher als geplant zu Ende.
Abschließend noch einen großen Dank an die Kirsten, Kristin, Laura, Jacqueline und Anja. Erst beim Schreiben dieser Zeilen fällt noch einmal auf was ihr an diesem Tag ohne ein einziges Murren eigentlich geleistet habt. Ihr werdet es vielleicht am nächsten Tag spüren, aber ihr könnt mächtig stolz auf euch sein. Hut ab vor euch Fünfen! Wir sind stolz auf euch! Dem Rest sei gesagt: Ihr habt was verpasst! Nächste Chance im nächsten Jahr.