Die Anfänge

Gründungsväter des VfB Fabbenstedt

Das damalige Vereinslokal Gasthaus Hohmeier im Jahre 1923.

Die Anfänge

Unter schwierigen Umstän­den wurde im Jahre 1920 von den Lehrern Paul Heemeyer und Wilhelm Greve der VfB Fabbenstedt aus der Taufe gehoben. Nachkriegswirren, Inflation und wirtschaftliche Krisen hatten nicht gerade zur Gründung eines Sportver­eins ermutigt. Vorsitzender wurde Paul Heemeyer, der auch den ersten Lederball stiftete. Auf dem damaligen "Bollwerksplacken" suchte man die Anfangsgründe des Fußballspielens zu erlernen.

Zu den ersten Aktiven des Vereins zählten neben den beiden Gründern unter ande­rem auch Karl Schnelle, Friedrich Greve, Wilhelm Pieper, Wilhelm Schnelle, Heinrich Hellweg, Gerhard Hellweg, Fritz Wehrmann und Christian Hageböke. Alle Mitglieder setzten sich tatkräftig für den Verein ein. Es fanden sich bald immer mehr Anhänger des runden Leders. So dauerte es auch nicht lange, bis eine Senio­renmannschaft aufgestellt wurde und die ersten Spiele ausgetragen werden konn­ten.

Anfänglich wurde die Back­stube im Gasthaus Hohmeier (jetzt Gasthaus "Aspendos" - Fabbenstedter Straße 23) zum "Vereinslokal" um­funktioniert. Fast 20 Jahre lang diente diese auch als Umkleideraum.

Der Plan zeigt die Lage der Fabbenstedter Sportplätze in den vergangenen 75 Jahren. Interessant die beiden Standorte der ehemaligen Fabbenstedter Schulen. Schule I befand sich gegenüber von Hohmeiers Gasthaus (heute Finke, Fabbenstedter Straße 22). Schule II war das heutige Altenpflegeheim "Vier Eichen" Moorweg 1. Das letzte Schulgebäude, das künftig als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, befindet sich am aktuellen Standort (Position 8).

Die Fabbenstedter Sportplätze

Die Fabbenstedter Sportplätze Eine bewegte Geschichte haben die Standorte des Sports in Fabbenstedt. Die ersten Trainingsspiele wurden auf dem sogenannten "Bollwerksplacken" (Position 1 auf dem Lageplan), einem gemeindeeigenen breiten Grasplatz westlich des ersten Vereinslokals Hohmeier ausgetragen. Bedingt dadurch, daß das Fußballspielen in der damaligen Zeit hierzulande als "neumodischer Kram" nicht von allen Leuten gern gesehen wurde, mußten auch mehrmals die Fußballplätze gewechselt werden.

Innerhalb von sechs Jahren waren diese: (Pos. 2) eine Wiese in Wehrmann's Stau, (Pos. 3) eine Wiese bei Hilker (Im Dorfe), (Pos. 4) ein Heidegrundstück von Horstmann (Ecke Kniestraße/Am Fabbenstedter Graben), (Pos. 5) eine Wiese auf Gut Benkhausen und (Pos. 6) die Schulwiese an der damaligen Alten Schule (Alsweder Landstraße). Auf dem letztgenannten Platz begannen 1926 die Punktspiele. In den 30er Jahren wechselte man dann auf "Jaspers" Weide (Pos. 7 - Ecke Alsweder Landstraße /Fabbenstedter Straße).

Position 8 bezeichnet den heutigen Stadtort des Sportplatzes, der sich erst seit dem Neubau der Schule im Jahre 1939 an dieser Stelle befindet. Während der Neuanlage des Sportgeländes in den Jahren 1977 bis 1980 fanden die Sportler eine Übergangslösung auf einer Wiese von Kemner (Position 9).

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Das älteste Bild vom VfB

Aus den ersten Jahren

Das älteste bekannte Foto über die Aktivitäten des VfB. Schon in den er­sten Jahren nach der Ver­einsgründung wurde neben Fußball auch Leichtathle­tik betrieben. Sportler stellen sich nach der Ver­einsmeisterschaft 1922 mit den damals üblichen Sie­ger­kränzen aus Eichenlaub vor dem Vereinslokal Hohmeier dem Fotografen.

Jugendbezirksmeister 1926

Nach Gründung einer Jugendabteilung im Jahre 1926 wurde der V.f.B. Jugendbezirksmeister. Obere Reihe: Friedrich Greve, Wilhelm Meier (Kreisvorsitzender), Wilhelm Rust, Karl Huge, Fritz Telkemeier, Friedrich Rose, Wilhelm Hilker, Willi Nobbe Mittlere Reihe: Heinrich Hellweg, Fritz Sandkröger, Heinrich Redeker Untere Reihe: Heinrich Gräber,Heinrich Horstmann,Wilhelm Schnaare.

Die Brüder Willi und Robert Stockhausen.

Großen Anteil am spielerischen Aufschwung des Vereins in den Jahren 1925 bis 1932 hatten die Gebrüder Willi und Robert Stockhausen. In wirtschaftlich schwieriger Zeit hatten sie ihr Glück in Fabbenstedt gesucht. So standen sie dem Verein für viele Jahre zur Verfügung. Vorher hatten sie für Wattenscheid 09 gespielt.

Die Mannschaft von 1930.

1930: Die I. Fußballmannschaft

Obere Reihe: Heinrich Nobbe, August Wippermann, Willi Stockhausen,Robert Stockhausen, Wilhelm Hilker; mittlere Reihe: Heinrich Hellweg, Kannenberg, Fritz Schlüter (124);untere Reihe: Wilhelm Schnaare, Fritz Horstmann, Heinrich Redeker

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Die Vereinsfahne.

Fahne - Wappen - ältester Zeitungsausschnitt

Die Vereinsfahne wurde am 20. August 1933 geweiht. Sie wird auch heute noch bei festlichen Anlässen genutzt. Im Vereinslokal "Gestringer Hof" hat Sie einen Ehrenplatz.

 

Der nebenstehende Zeitungsaus schnitt ist das älteste derzeit noch erhaltene Schriftdokument aus der Vereinsgeschichte des VfB Fabbenstedt. Im Mai 1933, wenige Monate nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, berichtet er vom Rücktritt des Gesamt­vorstandes unter der damaligen Leitung von Fritz Sandkröger. "Die Versammlung war ein stimmig der Ansicht, daß mit Rücksicht auf die nationale Re volution und die Gleichschal­tungsbestrebungen die Vereins satzung, soweit die Organisation betroffen ist, vorläufig außer Kraft gesetzt wird und nur ein Vereinsleiter ernannt wird. (Führeridee)..." Als Vereinsleiter wurde Willi Nobbe eingesetzt. In diesem Artikel wird auch erstmals die Vereinsfahne (Fotos oben) erwähnt. Auf Ihr sind auf der Vorderseite neben dem Kranz aus Eichenlaub und einem Fußball auch einige Turneruten silien zu sehen. Auf der Rück seite offenbart sich der Zeitgeist des Jahres 1933. Neben dem Zei chen des Deutschen Fußballbundes im Eichenlaub, ist ein Adler zu sehen, der durch den Spruch "Des Kampfes Sinn ist Sieg - das Herz des Sieges ist die Ehre" fliegt.

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